Duell
Duell

 Duell (*2006) Als ich anfing, Duell zu reiten, fühlte ich mich um Jahre zurückversetzt. Damals, als man von den Ponys ausgetrickst wurde, die nur einmal die Ohren anlegen mussten, damit man sich nicht mehr traute die Bürste anzusetzen. Nur leider war ich nicht mehr klein, konnte die Putzbetreuung wohl schlecht in Anspruch nehmen und auch das Pony war um einiges gewachsen. Jedes Mal wenn ich mich Duell zum putzen näherte, drehte er mir seinen Po zu und hob drohend sein Hinterbein. Die ersten paar Male musste sich Brigitte zu mir stellen, damit ich ihn fertig machen konnte - da gab er sich lammfromm. Irgendwann funktionierte es dann mit Bestechung. Wenn ich ihm Möhren oder Heu reichte, ließ er mich für die Zeit, die er kaute, gewähren. Auch beim Reiten hatte ich es anfangs nicht leicht. Ging es außen rum, so bretterte Duell jedes Mal in genau der selben Ecke los, egal wie sehr ich mich darauf vorbereitete. Nach einiger Zeit feierte ich dann aber meine ersten Fortschritte. 

Putzen konnte ich ihn nun problemlos, auch wenn Duell nie ein Fan davon wurde. Und auch beim Reiten wurde es stetig besser. Wenn man Duell erst einmal von sich überzeugt hatte, fand man in ihm einen treuen Gefährten, mit dem man alles machen konnte!
Wir hatten einige tolle Jahre zusammen. Leider musste Duell dann wegen einem Tritt, den er abbekommen hatte pausieren und hatte Boxenruhe angeordnet bekommen. Mit seinen erst 7 Jahren war das wohl das schlimmste, was man sich vorstellen konnte. Duell wurde grantig, Putzen wurde wieder zur Herausforderung und beim Schritt führen buckelte und stieg er beim kleinsten Anlass. Daher war es leider nicht mehr möglich, Duell bei uns zu behalten. Nun steht der mit seinen Freunden auf der Wiese. Sein Knie wird wohl leider nie mehr so werden, wie es war. Auch wenn er jetzt ein tolles Pferdeleben führt, glaube ich, dass er gerne noch mehr gelernt und erlebt hätte. Er war stets motiviert bei der Sache und versuchte zu gefallen.

Ich werde an die Zeit mit ihm und all das was ich von und mit ihm lernen durfte, immer zurück denken. 
Maxi