Glinda Spreen mit Madame Nou   (Foto: KJRFV)
Glinda Spreen mit Madame Nou (Foto: KJRFV)

Madame Nou (1963 - 20.8.2013)


Einst pechschwarz, im Laufe der Jahre allerdings deutlich ergraut, war Madame Nou, die am 20. August 2013 verstorben ist, das älteste Pony Deutschlands - vielleicht sogar der ganzen Welt. Am 1. Januar 2013 wurde sie außergewöhnliche

50 Jahre alt und kann damit auf ein sehr abwechslungsreiches Ponyleben zurückblicken.

 

1974 kaufte Ilse Spreen, Gründerin der ersten Berliner Ponyreitschule, dem heutigen KJRFV, Madame Nou und rettete sie so vor dem Schlachter. Die folgenden 18 Jahre lehrte die Shetty-Dame mit den kurzen Beinen und dem großen Kopf im Schulbetrieb rund 1500 Kinder das Reiten charakterstarker Ponys, galoppierte bei Jagden durch den Grunewald und startete mit aufgeregten kleinen Nachwuchssportlern auf Turnieren. Daneben ist sie Mutter von sieben Fohlen.

 

Seit 1992 war Madame Nou im wohlverdienten Ruhestand. Gloria Riènzner, Gründungsmitglied vom Verein für tierischen Ruhestand, betreute sie im Reitverein täglich intensiv und liebevoll. Sie bereitete der alten Damen einen Brei aus eingeweichten Graspellets und ergänzte bei Bedarf Mineralstoffe oder Vitamine. Wenn Nou Lust hatte, gingen beide ein Runde Spazieren.

 

Nachruft des KJRFV.


Stammbaum von Madame Nou

Madame Nou hat die Pony-Herde im KJRFV geprägt wie keine andere: Über ihren Sohn Momo, der im Umland seinen Ruhestand genießt, ist sie Oma von neun Ponys. Ihre Enkelin Maraja (gestorben 2005) ist Mutter von Topas, der seit einigen Jahren ein sehr beliebtes Schulpony im KJRFV ist.